Prostatabeschwerden (BPH)

Bei Männern um das 50. Lebensjahr ist eine gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Benigne Prostatahyperplasie, BPH) die häufigste Ursache für Beschwerden beim Wasserlassen. Leichte bis mäßige Symptome können mit pflanzlichen Präparaten gelindert werden. Eine ärztliche Diagnose ist bei derartigen Beschwerden unerlässlich, da auch schwerwiegendere Erkrankungen die Ursache sein können.
Prostatabeschwerden können gutartige oder bösartige Ursachen haben. Die häufigste gutartige Erkrankung ist eine Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Benigne Prostatahyperplasie, BPH). Veränderungen dieses unterhalb der Harnblase befindlichen Organs beginnen meist zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. Etwa 50 Prozent der Männer über 65 Jahren leiden mehr oder weniger stark unter den damit verbundenen Symptomen.
Die Vergrößerung der Prostata ist jedoch nicht bei allen Betroffenen mit Beschwerden verbunden. Daher kann der Leidensdruck bei BPH sehr unterschiedlich ausgeprägt sein.
Außerdem können Prostatabeschwerden durch Reizzustände, Entzündungen oder eine Krebserkrankung (Prostatakarzinom) verursacht werden.

Beschwerden bei Prostata-Erkrankungen

Die Beschwerden bei BPH sind vor allem darauf zurückzuführen, dass die vergrößerte Prostata die Harnröhre verengt. Typisch sind:

  • häufiger Harndrang, auch nachts

  • gelegentlich zwanghafter Drang zum Wasserlassen

  • verzögerter Beginn der Harnentleerung

  • Entleerung kleiner Harnmengen

  • Gefühl einer unvollständigen Harnentleerung

  • schwacher Urinstrahl

  • „Nachtröpfeln“ nach dem Urinieren

  • unwillkürlicher Harnverlust (Inkontinenz)



Andere Prostata-Erkrankungen (z.B. Entzündungen, Krebserkrankungen) sind häufig mit ähnlichen Beschwerden wie die BPH verbunden. Zusätzlich können noch folgende Symptome auftreten:

  • Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen

  • Schmerzen und Spannungsgefühl während und nach dem Samenerguss

  • Blut im Urin oder Sperma

  • Fieber

  • Hodenschmerzen

Behandlung von Prostatabeschwerden

Die Behandlung von Prostatabeschwerden richtet sich nach der Ursache. Mögliche Auslöser sind:

  • Reizzustände unterschiedlicher Ursache

  • akute oder chronische Entzündungen

  • BPH

  • Krebserkrankung (Prostatakarzinom)




Behandlung von Entzündungen der Prostata

Prostata-Entzündungen können akut oder chronisch sein. Akute Entzündungen entstehen meist durch eine Infektion mit Bakterien. Sie werden vom Arzt mit rezeptpflichtigen Medikamenten (Antibiotika, Mittel gegen Entzündungen und Schmerzen) behandelt. Chronische Entzündungen (z.B. Abszesse) müssen meist operativ entfernt werden.


Behandlung von Krebserkrankungen der Prostata

Die Behandlung von Krebserkrankungen der Prostata (Prostatakarzinomen) richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung. Folgende Therapien kommen in Frage:

  • operative Entfernung des Tumors oder der gesamten Prostata

  • Hormonbehandlung

  • Strahlentherapie

  • Chemotherapie




Behandlung der BPH

Die Behandlung richtet sich nach dem Krankheitsstadium. In einem sehr frühen Stadium wird häufig ein „beobachtendes Abwarten“, verbunden mit gesunder Lebensführung, praktiziert. Bei leichten bis mäßigen Symptomen kommen Medikamente mit pflanzlichen oder chemischen Wirkstoffen zum Einsatz, die regelmäßig eingenommen werden müssen.
Medikamente mit pflanzlichen Wirkstoffen (Phytopharmaka) sind rezeptfrei. Medikamenten mit chemischen Wirkstoffen müssen vom Arzt verordnet werden.

Steht die Diagnose BPH fest, empfehlen sich regelmäßige Kontrolluntersuchungen (ca. 1- bis 2-mal jährlich) bei einem Facharzt für Urologie.
Bei starken Beschwerden ist häufig eine Operation notwendig. Dies betrifft etwa 20 Prozent der Männer mit Prostatabeschwerden. Die Operation, das heißt die Entfernung der vergrößerten und geschwulstartig veränderten Teile der Prostata, führt zur Heilung der Erkrankung. Mit Medikamenten ist dagegen keine Heilung, sondern nur eine Linderung der Beschwerden möglich.

Ursachen von Prostatabeschwerden

Prostatabeschwerden können durch folgende Erkrankungen ausgelöst werden:

  • Reizzustände unterschiedlicher Ursache

  • akute oder chronische Entzündungen

  • BPH

  • Krebserkrankung (Prostatakarzinom)



Reizzustände der Prostata können unter anderem durch eine nicht optimale Lebensführung entstehen. Dazu zählen:

  • Bewegungsmangel, vor allem häufiges längeres Sitzen

  • Übergewicht

  • Stress

  • geringe sexuelle Aktivität



Entzündungen der Prostata werden häufig durch Bakterien verursacht, die über die Harnwege oder die Blutbahn in die Prostata eindringen können.

Die Ursachen einer BPH sind noch nicht vollständig geklärt. Der Hauptfaktor für ihre Entstehung ist wahrscheinlich die Verschiebung des hormonellen Gleichgewichts bei Männern um das 50. Lebensjahr.
Da die Prostata die Harnröhre umschließt, führt ihre zunehmende Vergrößerung zu verschiedenen Beschwerden beim Wasserlassen(z.B. abgeschwächter Urinstrahl, unvollständige Entleerung der Blase).
Linktipps:
LIFELINE: Weitere Informationen zu Prostatabeschwerden


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